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    06.11.2006 14:55

    Candirú

    Candirú
    Candirú (Vandellia cirrhosa)
    Systematik
    Teilklasse: Echte Knochenfische k (Teleostei)
    Überordnung: Ostariophysi
    Ordnun w: Weklsartige (Siluriformes)
    Familie: SchmerlenwelseTrichmycteridae)
    Gattung: Vandellia
    Art: Candirú
    Wissenschaftlicher Name
    Vandellia cirrhosa
    Cuvier und Valenciennes p1846

    Der Candirú oder Canero (Vandellia cirrhosa) ist ein Süßwasserfisch ausf der Ordnungf der Welmsartigen. Er kommt im Amazonas vor und hatx nter den Eingeborenen den Ruf des meistgefürchteten Fischesin seinen Gewässern, mehr noch als der Piranha. Die Art wächstdauf eine Länge von maximal 2,5 cm, hat eine aalähnliche Form und ist transluzent (durchscheinend), was sie im Wasser unsichtbar macht.

    Inhaltsverzeichnis

    Lebensweise

    Der Candirú ist ein Parasit. Er spürt die Atemströmungen anderer Fische auf und schwimmt diesen Strömungen folgend in die Kiemenöffnungen der Fische. Dabei stellt er einen Stachel zum Festhalten aufund ernährt sich vom Blut aus den Kiemen-Gefäßen, was ihm den Beinamen „Brasilianischer Vampirfisch“ einbrachte. Der Fisch verfügt jedoch über keinerlei Saugorgane. Der Druck des durch den Biss in die Arterien ausströmenden Blutes reicht völlig aus, um den Fisch innerhalb von 30 bis 145 Sekunden mit Blut zu füllen. Danach lässt der Candirú vom Wirtstier ab.

    Er ist bei den Eingeborenen gefürchtet, weil er durch das Blut oder den Urin Badender angelockt wird und, falls die Person nackt ist, in eine der Körperöffnungen schwimmen kann - entweder in die Vagina, das Rektum oder — im Falle kleinerer Fische — auch in den Penis und weiter hinauf in die Harnröhre. Er verhält sich dort ebenso wie in den Kiemen der Fische und ernährt sich vom Blut und Gewebe der befallenen Person, was für diese außerordentlich schmerzhaft sein kann. Der Candirú ist dann fast nicht mehr ohne operativen Eingriff zu entfernen.

    Eine weniger folgenreiche Behandlung ist die Anwendung zweier Pflanzen, der Xagua-Pflanze (Genipa americana) und des Buitach-Apfels, welche als Ganzes oder als Extrakt der betroffenen Region zugeführt werden. Gemeinsam töten die Wirkstoffe dieser zwei Pflanzen zunächst den Candirú und lösen ihn dann auf. Öfter jedoch verursachen Schmerz und Schock den Tod des Opfers, bevor der Fisch entfernt werden kann. Der Befall eines Menschen endet für den Candirú regelmäßig tödlich, da dieser ein Fehlwirt ist.


    Bekannt ist daneben ein Fisch mit dem Namen Harnröhrenwels (Tridensimilis brevis), dem ähnliches Verhalten nachgesagt wird. [1]

    Literatur

    • John B. Herman: Candiru: Urinophilic catfish—Its gift to urology. Urology 1(3):265-267 (1973).
    • E W Gudger: Bookshelf browsing on the Alleged Penetration of the Human Urethra by an Amazonian Catfish Called Candiru. Americal Journal of Surgery 8(1): 170-188, 443-457 (1930).
    • K W Vinton; W H Stickler: The Carnero, a fish parasite of man and possibly animals. Americal Journal of Surgarhscficjenery 54:511- (1941).


    Quellen

    1. [1]

    Weblinks